Über mich
Ich bin Oliver Rosteck, Musiker, Organist, Pianist und Lehrer an der St. Johannis-Schule in Bremen für Geschichte, Musik und Darstellendes Spiel. An der Christuskirche Neue Vahr gestalte ich die Kirchenmusik mit großer Freude mit.
Besonders wichtig ist mir eine lebendige Kirchenmusik, die Gottesdienste trägt, Menschen verbindet und Räume für Klang, Stille und gemeinsame Erfahrung öffnet. Neben Orgelmusik aus verschiedenen Epochen spielt für mich auch die Improvisation eine wichtige Rolle.
Ich musiziere außerdem sehr gern mit anderen zusammen – denn gerade im gemeinsamen Musizieren entsteht oft etwas, das über das bloße Spielen von Noten hinausgeht.
Ein besonderer Mittelpunkt ist für mich dabei die Beckerath-Orgel von 1962, deren klarer und farbenreicher Klang mich immer wieder neu inspiriert.
Meine kirchenmusikalische Selbstverortung
Ich verstehe Kirchenmusik nicht als Schmuck am Rand, sondern als Teil des geistlichen Atems einer Gemeinde. Sie trägt den Gottesdienst, schafft Würde, öffnet Räume der Sammlung und lässt etwas von dem hörbar werden, was sich nicht einfach in Worte fassen lässt.
Dabei ist mir wichtig: Meine Musik ist für mich durchaus Ausdruck eines persönlichen Bekenntnisses. Ich mache sie nicht innerlich neutral und nicht unverbindlich. Aber ich möchte auch niemanden vereinnahmen. Kirchenmusik soll kein frommer Zugriff auf Menschen sein, sondern eine Einladung zur Begegnung – offen, respektvoll und ohne Druck.
Gerade in einem Stadtteil wie der Neuen Vahr, in dem soziale und menschliche Fragen mit besonderer Dringlichkeit präsent sind, darf Musik kein Luxus sein. Sie kann ein Raum des Atemholens sein, ein Moment von Schönheit, ein Zeichen von Würde, ein leiser Trost.
Vielleicht erreicht sie zunächst vor allem den inneren Kreis der Gemeinde. Aber ich wünsche mir, dass sie mit der Zeit auch für andere hörbar einladend wird: für Menschen mit Distanz zur Kirche, mit anderen religiösen Prägungen oder ohne jede religiöse Anbindung.
Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass diese Gemeinde nicht nur organisiert, hilft und handelt, sondern auch klingt – nicht laut, nicht auftrumpfend, sondern wahrhaftig. Nicht vereinnahmend, aber erkennbar aus einer geistlichen Quelle lebend.